Hälfte der Deutschen hat keinen Plan für private Altersvorsorge
Obwohl das Thema Private Altersvorsorge immer wichtiger wird, scheinen viele Deutsche nicht zu wissen, wie sie diese richtig planen sollen. In einer aktuellen Umfrage hat FinanceScout24 1.000 Männer und Frauen zu Ihrer privaten Finanzplanung befragt und dabei überraschende Ergebnisse erhalten.
Nur die Hälfte der Deutschen plant ihre Finanzen mit
System
Auch wenn die Deutschen fürs Planen bekannt sind, verfügt nur die
Hälfte (51%) über einen privaten Finanzplan. 33 Prozent an, dass
dieser immer wieder Änderungen unterliegt, 18% halten sich
dauerhaft an ihren konkreten Plan.

Knapp ein Drittel (30%) investiert überhaupt keine Zeit in ihre Finanzplanung. 43,4 Prozent der Befragten beschäftigen sich zwischen einer halben und einer Stunde pro Monat mit ihren Finanzen und 18,2 Prozent wenden zwischen 2 und 5 Stunden oder mehr pro Monat dafür auf. Nur 8,4% verbringen 5 Stunden oder mehr mit der Planung ihrer finanziellen Vorsorge.

Immerhin 41% der 20-29jährigen und knapp ein Drittel (29%) der
40-49jährigen sind bereit, mehr Zeit in ihre Finanzplanung zu
stecken, wenn sie ihr Portfolio dadurch krisenfester gestalten
können.
Wunsch nach gut aufbereiteter
Information
Der größte Teil derjenigen, die keinen Finanzplan verfolgen (37%
der Befragten) glauben, dass sie nicht über genügend Kenntnisse
dafür verfügen. Und 58 Prozent wünschen sich alle wichtigen Infos
auf einen Blick und im Vergleich, um ihre Finanzen besser
eigenständig planen zu können. 50 Prozent hätten gern Informationen
aus unterschiedlichen Quellen, da sie nur einer Quelle allein nicht
trauen. Junge Anleger legen dabei mehr Wert auf Empfehlungen und
Bewertungen (31 Prozent der 20-39jährigen) als ältere (17% der
50-69jährigen).

Trend zur Finanzplanung online
Der Wunsch nach verschiedenen Informationsquellen, gut gebündelter
Information sowie Empfehlungen oder Bewertungen auch andere Anleger
unterstreicht den Trend zur online Finanzplanung. Der Zugriff auf
unterschiedlichste Informationen Angebot und Meinungen, unabhängige
Vergleiche für Anlage- oder Versicherungsprodukte bietet dem Sparer
das optimale Handwerkszeug für seine private Finanzplanung.
FinanceScout24-Tipps zur privaten Finanzvorsorge:
- Bleiben Sie dran: Sie müssen nicht besonders viel Zeit für Ihre Finanzplanung aufwenden, meisten genügen schon 2-3 Stunden pro Monat. Wichtig aber ist, dass Sie kontinuierlich dabei bleiben, beobachten, wie sich Ihr Portfolio entwickelt und es so rechtzeitig anpassen können.
- Gut gestreut ist halb gewonnen: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte, sondern verteilen Sie ihr Vermögen auf unterschiedliche Geld- und Sachwerte. Prüfen Sie ihre Risikobereitschaft und entscheiden Sie dann, in welchem Verhältnis Sie in festverzinsliche Anlagen, Immobilien oder Aktien investieren.
- Step by step statt alles auf einmal: Wenn Sie über einen Sparplan monatlich Aktien oder Fondsanteile kaufen anstellen alles auf einmal zu investieren, erhöhen Sie erfahrungsgemäß Ihre Rendite. Grund dafür ist der sog. Cost-Average-Effekt, bei dem sich durch den kontinuierlichen Ankauf der Durchschnittspreis reduziert.
- Machen Sie sich schlau: Es geht um Ihr Geld und um Ihre Absicherung im Alter. Niemandem ist das so wichtig wie Ihnen selbst. Damit Sie die richtigen Entscheidungen treffen können, ist es immer am Besten, eigenes Know how aufzubauen. Das Internet bietet hier optimale Möglichkeiten, auf umfassende, neutrale und gut sortierte Informationen sowie Bewertungen zuzugreifen.
Basics für Ihr Portfolio
Riester-Vorsorge: Staatliche Förderung
nutzen
Die Riester-Rente ist
besonders attraktiv für Durchschnittsverdiener und Menschen mit
Kindern. Der Staat zahlt eine Grundzulage von bis zu 154 Euro pro
Jahr. Pro Kind bekommt man noch einmal 185 Euro hinzu, für ab 2008
geborene Kinder gibt es sogar 300 Euro. Je nach Einkommen und
Familiensituation sind das bis 200 Prozent Förderung. Die
Riester-Rente ist - hingegen vieler Behauptungen - besonders
sicher, denn das angesparte Kapital ist bei Rentenbeginn
garantiert.
Rürup-Rente mit hoher Steuerersparnis
Die Rürup-Rente lohnt sich vor allem für Selbstständige und
Gutverdiener. Verheiratete können ihre Rürup-Rente um einen
Hinterbliebenenschutz erweitern, auch der Einschluss einer
Sofortabsicherung gegen Berufsunfähigkeit ist möglich. Gerade
Selbstständige legen großen Wert auf eine Altersvorsorge, die sich
flexibel besparen lässt. Wer die Privatvorsorge bisher
vernachlässigt hat, kann die Rürup-Rente durch Einmalzahlungen
wirksam aufstocken, denn Beiträge bis zu 20.000 Euro (40.000 Euro
bei zusammen veranlagten Ehepartnern) lassen sich jährlich von der
Steuer absetzen.
Festgeld und Tagesgeldkonto: Sparen in
Eigenregie
Tages- und Festgelder bringen bessere Zinsen als das
einfache Sparkonto. Über Tagesgeldguthaben kann der Anleger bei
Bedarf sofort verfügen, beim Festgeld ist ihm über die gesamte
Laufzeit eine garantierte Verzinsung sicher. Über die Laufzeit beim
Festgeld entscheidet er selbst. Festgelder sind schon ab 30 Tagen
erhältlich, aber auch mit einer Anlagedauer von mehreren Monaten
oder Jahren.
Höhere Rendite-Chance mit Fonds und Aktien
Wer auf Fondsprodukte setzt, sollte einen langen Atem haben, um
den Kursschwankungen an den Wertpapiermärkten mit Ruhe zu begegnen.
Trotz der aktuellen Euro-Krise bleiben Aktienfonds jedoch eine gute
Wahl, denn über längere Zeiträume bringen sie häufig eine deutlich
bessere Rendite als Geldanlagen mit garantierten Zinsen. Mit einem
Fondssparplan lässt sich per Dauerauftrag über einen monatlichen
Einzahlungsbetrag ein ertragsstarkes Wertpapier-Portfolio aufbauen,
ohne täglich auf die Aktienkurse schauen zu müssen. Bei
leistungsstarken Anbietern entscheidet der Kunde regelmäßig selbst,
ob seine Beiträge in sicherheits-oder in wachstumsorientierte
Investmentfonds fließen.
