Attraktive Neuerungen bei der Riester- und Rürup-Rente

FinanceScout24

28.01.2013

2013 bringt attraktive Neuerungen bei der Riester- und Rürup-Rente

Viele Leute sind sich auch 10 Jahre nach Einführung der Riester-Rente nicht sicher, ob sich dieses Modell der privaten Altersvorsorge mit staatlicher Förderung für sie lohnt. Dabei macht es schon Sinn, von staatlicher Förderung zu profitieren, wenn es diese schon gibt. In 2013 bieten einige attraktive Neuerungen zusätzliche Vorteile für die Verbraucher.

Viele Leute sind sich auch 10 Jahre nach Einführung der Riester-Rente nicht sicher, ob sich dieses Modell der privaten Altersvorsorge mit staatlicher Förderung für sie lohnt. Dabei macht es schon Sinn, von staatlicher Förderung zu profitieren, wenn es diese schon gibt. In 2013 bieten einige attraktive Neuerungen zusätzliche Vorteile für die Verbraucher.


Die Riester-Förderung
Bei der Riester-Rente fördert der Staat den Sparer mit einer Grundzulage von bis zu 154 Euro im Jahr. Pro Kind gibt es noch einmal 185 Euro, bzw. für ab 2008 geborene sogar 300 Euro, dazu. Anstelle der Zulage gibt es auch die Variante des Steuersparens. So lassen sich bis zu 2.100 Euro Riester-Beiträge jährlich vom steuerpflichtigen Einkommen absetzen. Das Finanzamt vergleicht Zulage und Steuervorteil und wendet automatisch die bessere Lösung für den Sparer an. Bis zu 30 Prozent  des gesparten Riester-Kapitals kann man sich zu Rentenbeginn bis zu 30 Prozent seines angesparten Riester-Kapitals sofort auszahlen lassen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem News-Beitrag "Riester-Rente: Fördergelder nicht verfallen lassen".

Am meisten profitieren Durchschnittsverdiener und Eltern
Volle Förderung erhält, wer - einschließlich der Zulagen - 4 % des Gehalts in die Riester-Vorsorge einzahlt. Riestern lohnt sich besonders für Durchschnittsverdiener und Familien mit Kindern, denn sie zahlen gemessen an den Zulagen vergleichsweise wenig Beitrag aus eigener Tasche. Bis zu 200 Prozent der Eigenbeiträge schießt der Staat je nach Gehalt und Familiensituation zu.

Wichtig: Angebote gut vergleichen
Um von Riester zu profitieren, sollte man vor Vertragsabschluss unbedingt die verschiedenen Angebote ausführlich prüfen. Denn hier gibt es große Unterschiede, die sich hinterher entscheidend auf die Höhe der ausgezahlten Beträge auswirken können. Es gibt einige wichtige Kriterien, die man bei den unterschiedlichen Anbietern gezielt vergleichen sollte. Ganz entscheidend sind die Kosten. Je höher die Kosten für den Versicherten, desto geringer fällt die Mindestrente aus.
Auch die Transparenz und Flexibilität des Vertrages gilt es zu prüfen: Welche Kosten entstehen bei Vertragskündigung, beim Wechsel oder bei Freistellung? Wie viel bleibt dem Kunden übrig, wenn er zu einem bestimmten früheren Zeitpunkt in Rente geht oder die Beiträge nicht mehr zahlen kann? Verändern sich die Konditionen nach einer Zahlungspause? Der Vertrag sollte all diese Informationen enthalten. Ganz wichtig sind die Qualität der Geldanlage und die Erfolgsbeteiligung des Versicherten. Schließlich hängt davon ab, mit welchen Überschüssen der Kunde rechnen kann. Und genau die machen die Riester-Rente letztlich interessant. Es lohnt sich also, sich vorab zu informieren und gut zu vergleichen.

Rürup-Rente: Staatliche Förderung für Selbstständige und Gutverdiener
Die Rürup-Vorsorge oder Basis-Rente wendet sich in erster Linie an Selbstständige, denn diese haben in der Regel keinen Anspruch auf Riester-Förderung und können auch keine betriebliche Altersvorsorge nutzen. Damit ist die Rürup-Rente für Unternehmer und Freiberufler häufig die einzige Möglichkeit, von staatlicher Unterstützung bei der Altersvorsorge zu profitieren. Nicht nur als Basis-Rente sondern auch als Steuersparmodell bietet sich Riester für Selbstständige an. Denn während der Ansparphase fällt keinerlei Kapitalertragssteuer an und die Beiträge lassen sich in jährlich steigendem Maß als Sonderausgaben geltend machen. Gefördert werden konventionelle oder fondsgebundene Rentenversicherungen und neuerdings auch Fondssparpläne. Voraussetzung für die Rürup-Förderung ist, dass das angesparte Kapital später als garantierte lebenslange Monatsrente ausgezahlt wird.

Attraktive Neuerungen in 2013
Im Februar 2013 wird der Gesetzgeber voraussichtlich das "Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz" verabschieden, mit attraktiven Neuerungen für die Riester- und Rürup-Produkte. Die Gesetzesänderung soll rückwirkend ab dem 1. Januar gelten, so dass die Vorteile bereits in diesem Jahr voll wirksam sind.

Pauschale Kostenbegrenzung: Zu den wichtigen Neuerungen gehört die pauschale Kostenbegrenzung beim Wechsel des Riester-Anbieters.
Mehr Flexibilität bei Wohn-Riester: Bei Wohn-Riester lässt sich künftig angespartes Kapital flexibler und steuergünstiger nutzen. So kann dann das Riester-Vermögen dann auch jederzeit zur Tilgung eines Immobilienkredits eingesetzt werden. Bislang war dies nur für den Bau, Immobilienkauf oder die Schuldentilgung ab Rentenbeginn möglich. Auch der behinderten- oder altersgerechte Umbau der eigenen vier Wände wird künftig gefördert.
Höherer Steuervorteil bei Rürup: Der steuerlich absetzbare Anteil der Rürup-Beiträge steigt jährlich um zwei Prozent. 2013 lassen sich dann 76 Prozent des Höchstbeitrags geltend machen, nach der Gesetzesänderung also bis zu 18.240 Euro pro Rürup-Sparer (36.480 Euro für Ehepaare). Damit sollen pro Sparer bis zum Jahr 2025, Beiträge bis zu 24.000 Euro steuerlich berücksichtigt werden (48.000 Euro für gemeinsam veranlagte Eheleute).
Bessere Informationen: Um dem Verbraucher den Vergleich der verschiedenen Angebote zu erleichtern, soll künftig allen Riester- wie auch Rürup-Verträgen eine standardisierte und für den Laien verständliche Produktinformation mit allen wichtigen Vertragsdaten beiliegen. Darunter fallen die Kosten für Abschluss und Verwaltung, eine Modellrechnung sowie die garantierte Rente.

Bildquelle: Monkey Business Images | shutterstock.com

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