Zinsentwicklung 2013: Tagesgeld-Erträge niedrig
Zum Jahresende 2012 haben viele Banken den Zinssatz ihrer Tagesgeld-Angebote weiter gesenkt. Die Zinsentwicklung 2013 sieht ebenfalls nicht gut aus. Da die Europäische Zentralbank ihren Leitzins in absehbarer Zeit nicht erhöhen dürfte, wird das Niveau sehr niedrig bleiben, meinen Fachleute. Eher noch ist mit weiteren Senkungen zu rechnen.
Die Aussichten beim Tagesgeld sind weiterhin
nicht gut. Zum Ende des Jahres kürzen viele Anbieter erneut die zu
erzielenden Renditen. Die Zinsentwicklung 2013
verspricht ebenfalls wenig Freude bei den Sparern. Schuld an der
Misere ist der unverändert niedrige Leitzins der
Europäischen Zentralbank (EZB), der Experten zufolge sogar
noch weiter gesenkt werden könnte.
Weiterer Zinsverfall beim Tagesgeld
Mehrere Banken haben zum Monat Dezember abermals die Zinsen beim
Tagesgeld nach unten korrigiert:
- RaboDirect von 2,20 auf 2,00 Prozent
- Deutsche Kreditbank von 1,55 auf 1,30 Prozent
- 1822direkt (Neukundenangebot) von 2,05 Prozent auf 1,85 Prozent
Wer sein Erspartes nicht ins Ausland bringen
möchte, wo zum Teil lukrative, aber
unsichere Tagesgeld-Angebote locken, kann der
Inflation allenfalls noch mit den Bonuszahlungen
einiger Banken entgegenwirken. Wie Analysten die
Zinsentwicklung 2013 einschätzen, dürfte sich in naher Zukunft
nicht viel am Zinsverfall ändern.
EZB-Leitzins könnte noch tiefer sinken
Die Experten gehen davon aus, dass der EZB-Leitzins im günstigsten
Fall eine Weile konstant bleibt. Derzeit befindet
er sich mit 0,75 Prozent bereits auf einem historischen
Tiefstand. Eher noch sehen die Fachleute aber eine
weitere Senkung kommen, denn der schwächere
Inflationsdruck bei gleichzeitig mäßiger Konjunktur lässt eine
Anhebung des Leitzinses in nächster Zeit wenig wahrscheinlich
erscheinen. Angesichts der schlechten Aussichten bei der
Zinsentwicklung 2013 sollten sich Sparer nach einem Tagesgeld-Konto
mit Zinsgarantie umsehen.
