Tagesgeld: Rendite sichern und Steuern sparen

FinanceScout24

17.12.2012

Tagesgeld: Rendite sichern

Die Tagesgeld-Rendite wird oftmals auch besteuert, wenn sie am Jahresende unterhalb des Sparerpauschbetrages liegt. Damit die kontoführende Bank die zu viel entrichtete Abgeltungssteuer auf die Zinserträge nicht sofort ans Finanzamt abführt, stellen Sparer einen Freistellungsauftrag. Bis Ende des laufenden Jahres ist Zeit dafür.

Trotz verhältnismäßig niedriger Zinsen bleiben Tagesgeldkonten eine beliebte Anlageform. Sie versprechen ein Maximum an Sicherheit und Flexibilität und attraktive Neukundenboni ermöglichen auch aktuell noch gute Abschlüsse. Jetzt zum Ende des Jahres schütten viele Banken die Zinsen für diese Tagesgeldkonten aus. Die Tagesgeld-Rendite ist dabei in Deutschland prinzipiell abgabenpflichtig, denn sie unterliegt der Abgeltungssteuer. Ratsam ist es, mittels eines Freistellungsauftrags diese Steuer, die erst bei höheren Beträgen fällig wird, gar nicht erst entrichten zu müssen.

Trotz Sparerpauschbetrag wird Steuer zunächst abgeführt
So gibt es einen Sparerpauschbetrag, unterhalb dessen die Erträge steuerfrei bleiben. Dieser liegt bei 801 Euro pro Jahr, bei Ehepaaren doppelt so hoch. Zunächst einmal wird die immerhin 25-prozentige Abgeltungssteuer auf die Tagesgeld-Rendite plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer allerdings über das Kreditinstitut abgeführt. Erst bei der jährlichen Einkommenssteuererklärung holen sich Sparer die zu viel entrichtete Abgeltungssteuer zurück.

Freistellungsauftrag erteilen und Tagesgeld-Rendite sichern
Mit einer einfachen Maßnahme sorgen Bankkunden dafür, dass die Abgaben nicht sofort abgeführt werden. Dafür bedarf es eines sogenannten Freistellungsauftrages, mit dem das kontoführende Institut die Steuer nicht entrichten muss, sofern die Tagesgeld-Rendite unterhalb des Sparerpauschbetrages liegt. So wird nicht unnötig viel Geld an den Fiskus abgeführt.

Aufteilung des Freistellungsauftrages
Wer über mehrere Geldanlagen bei verschiedenen Banken verfügt, sollte den Freistellungsauftrag sinnvoll aufteilen. Es ist möglich, dem einen Institut einen Auftrag in Höhe von 200 Euro zu erteilen und der anderen Bank 601 Euro freizustellen. Diese Beträge richten sich idealerweise nach der zu erwartenden Höhe der Zinsen.

Rechtzeitig zum neuen Jahr
Ein Freistellungsauftrag kann nur für das laufende und das kommende Jahr gestellt werden, aber nicht rückwirkend. Wer also jetzt noch sicherstellen möchte, dass die vollständige Tagesgeld-Rendite bis zum Sparerpauschbetrag am Jahresende ausgezahlt und gar nicht erst besteuert wird, sollte seiner Bank jetzt noch für das Jahr 2012 einen Freistellungsauftrag erteilen.

Bildquelle: © Ioannis Pantzi | shutterstock.com

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