Restschuldversicherung: Sinnvoll nur für Wenige
Ein günstiges Zinsniveau macht Kredite derzeit attraktiv. Doch viele Anbieter von Darlehen versuchen, den Kreditnehmern zusätzliche Absicherungsmöglichkeiten zu verkaufen. Eine Restschuldversicherung kann da aus einem günstigen Kredit schnell eine teure Angelegenheit machen. Sinnvoll ist sie nur in wenigen Fällen.
Bei einem Ratenkredit prüfen viele
Kreditnehmer die verfügbaren Möglichkeiten, um vorab die
Risiken der langfristigen finanziellen
Belastung zu minimieren. Schließlich bindet sich
der Kreditnehmer oft für viele Jahre an das Darlehen. Bei den
derzeit günstigen Zinsen sind viele vielleicht eher geneigt, auch
in zusätzliche Optionen zu investieren. Doch nicht
immer ist eine Restschuldversicherung sinnvoll,
wie Verbraucherschützer wissen.
Kreditgeber versuchen, Versicherungen
aufzuschwatzen
Mithilfe einer solchen Versicherung hoffen die Kreditnehmer, sich
gegen eine finanzielle Überlastung in kritischen Lagen wie
Arbeitsunfähigkeit oder
Jobverlust abzusichern. Viele Kreditanbieter
nähren die Überzeugung, dass eine Restschuldversicherung sinnvoll
sei. Doch in der Folge wird ein scheinbar günstiges Darlehen
schnell teuer, wie Hjördis Christiansen vom
Fachbereich Insolvenz, Kredit, Konto bei der Verbraucherzentrale
Hamburg warnt. Denn häufig werden den Kreditnehmern auch andere
Policen zusätzlich aufgedrängt, so die erfahrene
Verbraucherschützerin.
Restschuldversicherung: Sinnvoll allenfalls für
Familien
Nicht nur die Kosten allein sind ein Entscheidungsfaktor. Große
Unterschiede macht es, ob ein Single oder eine
ganze Familie für das Darlehen aufkommen muss. In
letzterem Fall kann eine Restschuldversicherung sinnvoll sein, um
im Ernstfall nicht auch die Angehörigen zu belasten. Allerdings
sollten sich Kreditnehmer keinesfalls unter Druck setzen lassen und
stattdessen einen gründlichen Vergleich zwischen
den verschiedenen Angeboten durchführen. Ein unabhängiger Kreditrechner wird auch
von Verbraucherschützern empfohlen.
