Ab 2013: Höhe des Elterngeldes neu berechnet

FinanceScout24

24.01.2013

Ab 2013: Höhe des Elterngeldes neu berechnet

Eine neue Berechnungsweise für die Höhe des Elterngeldes führt dazu, dass alle werdenden Eltern 2013 ein paar Euro weniger erhalten. Wirklich teuer kann es aber für Verheiratete werden, die den richtigen Zeitpunkt für einen Steuerklassewechsel verpassen. Ihnen drohen Einbußen im dreistelligen Bereich.

Eine Gesetzesänderung trifft ab diesem Jahr alle verheirateten Eltern in spe. So wird bei der Berechnung der Höhe des Elterngeldes jetzt jene Lohnsteuerklasse zugrunde gelegt, welche die betreuende Mutter beziehungsweise der betreuende Vater in den vergangenen zwölf Monaten am längsten innehatte.

Frühzeitiger Wechsel der Steuerklasse empfohlen
Ein cleverer Wechsel der Steuerklasse muss nun also spätestens sieben Monate vor der Geburt des Kindes stattfinden, wenn werdende Eltern die maximale Leistung in Anspruch nehmen möchten. Lassen sie sich länger Zeit, "wartet ein herber Dämpfer fürs Konto", warnt Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Neuen Verbands der Lohnsteuerhilfevereine (NVL), gegenüber dem "Spiegel". Auf Nummer sicher gehen Betroffene, wenn sie bereits beim aufkommenden Kinderwunsch wechseln.

Beispielrechnung verdeutlicht Einbußen
Wie viel niedriger die Höhe des Elterngeldes bei einem zu späten Handeln ausfällt, hängt zum einem vom monatlichen Bruttoeinkommen, zum anderen von der Lohnsteuerklasse ab. Experte Rauhöft hat für eine werdende Mutter, die 2.000 Euro verdient und in Klasse II wechselt, einen Unterschied von 59 Euro monatlich berechnet, falls sie zuvor Steuerklasse III hatte. Bei Klasse V wären es sogar 114 Euro.

Weitere Abzüge für alle
Einen weiteren Abzug bei der Höhe des Elterngeldes von etwa sieben bis zehn Euro haben zudem alle werdenden Eltern zu erwarten. Dieser ist darauf zurückzuführen, dass fortan bei der Berechnung statt des Nettolohns das Bruttoeinkommen zugrunde gelegt wird. Dabei werden für die Sozialversicherungsabgaben Abzüge von 21 Prozent angenommen, der tatsächliche Wert liegt jedoch gut einen dreiviertel Prozentpunkt darunter. Auch die Beantragung höherer Freibeträge - bis 2012 ein legaler Steuerkniff - bringt ab sofort nichts mehr für die Höhe des Elterngeldes.

Bildquelle: © wavebreakmedia | shutterstock.com

Tarifvergleich

Sie befinden sich auf unserem News Portal. Für aktuelle Tarifvergleiche besuchen Sie uns auf:

financescout24.de

Newsletter abonnieren

Tipps und News zu Finanzen und Versicherungen erhalten und Shopping-Gutschein sichern!

Folgen Sie uns auf

Google+ RSS

FinanceScout24 Blog

Frischer. Aktueller. Kritischer. Lesen und diskutieren Sie aktiv mit!

zum FinanceScout24 Blog