Geoblocking hilft gegen Kreditkartenbetrug
Neue Zahlen zeigen: Geoblocking hilft gegen Kreditkartenbetrug. Gefahrlos ist bargeldloses Zahlen dank immer neuer Tricks jedoch nach wie vor nicht, sodass sich besonders Auslandsreisende gut über die aktuellen Methoden der Betrüger, sowie angemessene Sicherheitsmaßnahmen informieren sollten.
Bargeldloses Bezahlen ist dank Geoblocking
ungefährlicher geworden, so das Fazit der Bankenbranche. Dabei
handelt es sich um einen recht neuen Ansatz, der die Kunden vor
Kreditkartenbetrug durch Datenklau schützen soll.
Im Zuge des Geoblocking wird der geografische Bereich, in dem eine
Kreditkarte nutzbar ist,
beschränkt. Außerhalb der Zone kann kein oder nur sehr wenig Geld
abgehoben werden.
Geoblocking mindert Schadenshöhe
Margit Schneider von der Euro Kartensysteme GmbH in Frankfurt
bestätigt nun, dass bargeldloses Bezahlen dank
dieser Technologie bereits deutlich sicherer
geworden ist: "Seit der breiteren Einführung von Geoblocking ist
die durchschnittliche Schadenshöhe rapide gesunken. Wenn sich diese
Technik noch mehr durchsetzt, werden wir die Schadenshöhe künftig
deutlich drücken können." Für Urlauber, deren Kreditkartennutzung
per Geoblocking beschränkt ist, heißt das aber auch, dass sie vor
einer Auslandsreise ihre Bank kontaktieren und
eine Sperre vorübergehend aufheben lassen
sollten.
Bargeldloses Bezahlen: Tricksereien mit dem
Wechselkurs
Kreditkartenbetrug ist allerdings nicht auf Datenklau beschränkt
und längst nicht alle Versuche können per Geoblocking verhindert
werden. Insbesondere Chinareisende sollten sich derzeit in Acht
nehmen. So gibt es vermehrt Meldungen aus dem Reich der Mitte, dass
beim bargeldlosen Bezahlen im Hotel nicht in der
Landeswährung, sondern in Euro abgerechnet wird. Dabei wenden die
Hotels, zu denen auch 4- und 5-Sterne-Unterkünfte zählen, einen
"hauseigenen Wechselkurs" an - zu Ungunsten ihrer
Gäste. Da diese Form von Kreditkartenbetrug theoretisch überall
außerhalb der Eurozone möglich ist, sollten aber
nicht nur Chinareisende verstärkt auf diesen Trick achten.
Sicherheitsmaßnahmen gegen
Kreditkartenbetrug
Damit bargeldloses Bezahlen gerade im Ausland nicht zur Gefahr
wird, sollten Touristen und Geschäftsreisende einige
grundlegende Sicherheitsmaßnahmen beherzigen:
- Die Kreditkarte sollte sofort unterschrieben werden, damit nur der Inhaber sie verwenden kann.
- Sowohl die PIN als auch die Karte sollten - besonders im Urlaub - immer gut verwahrt werden.
- Die Kreditkarte gehört nicht in die Hände von Fremden - aber auch Tankwart und Kellner sollten sie nur in Sichtweite verwenden.
- Geldautomaten in geschlossenen Räumen sind vor Kreditkartenbetrug durch Manipulation besser geschützt als solche an der Straße.
- Wer die Quittungen und Belege gut aufbewahrt, kann Unstimmigkeiten im Nachhinein zurückverfolgen.
- Bei Diebstahl oder dem Verdacht auf Missbrauch lassen sich fast alle Karten über die internationale Nummer 0049-116116 sperren. Die Kartennummer sollte dazu vorher an einem sicheren Ort notiert worden sein.
