Geoblocking hilft gegen Kreditkartenbetrug

FinanceScout24

14.02.2013

Geoblocking hilft gegen Kreditkartenbetrug

Neue Zahlen zeigen: Geoblocking hilft gegen Kreditkartenbetrug. Gefahrlos ist bargeldloses Zahlen dank immer neuer Tricks jedoch nach wie vor nicht, sodass sich besonders Auslandsreisende gut über die aktuellen Methoden der Betrüger, sowie angemessene Sicherheitsmaßnahmen informieren sollten.

Bargeldloses Bezahlen ist dank Geoblocking ungefährlicher geworden, so das Fazit der Bankenbranche. Dabei handelt es sich um einen recht neuen Ansatz, der die Kunden vor Kreditkartenbetrug durch Datenklau schützen soll. Im Zuge des Geoblocking wird der geografische Bereich, in dem eine Kreditkarte nutzbar ist, beschränkt. Außerhalb der Zone kann kein oder nur sehr wenig Geld abgehoben werden.

Geoblocking mindert Schadenshöhe
Margit Schneider von der Euro Kartensysteme GmbH in Frankfurt bestätigt nun, dass bargeldloses Bezahlen dank dieser Technologie bereits deutlich sicherer geworden ist: "Seit der breiteren Einführung von Geoblocking ist die durchschnittliche Schadenshöhe rapide gesunken. Wenn sich diese Technik noch mehr durchsetzt, werden wir die Schadenshöhe künftig deutlich drücken können." Für Urlauber, deren Kreditkartennutzung per Geoblocking beschränkt ist, heißt das aber auch, dass sie vor einer Auslandsreise ihre Bank kontaktieren und eine Sperre vorübergehend aufheben lassen sollten.

Bargeldloses Bezahlen: Tricksereien mit dem Wechselkurs
Kreditkartenbetrug ist allerdings nicht auf Datenklau beschränkt und längst nicht alle Versuche können per Geoblocking verhindert werden. Insbesondere Chinareisende sollten sich derzeit in Acht nehmen. So gibt es vermehrt Meldungen aus dem Reich der Mitte, dass beim bargeldlosen Bezahlen im Hotel nicht in der Landeswährung, sondern in Euro abgerechnet wird. Dabei wenden die Hotels, zu denen auch 4- und 5-Sterne-Unterkünfte zählen, einen "hauseigenen Wechselkurs" an - zu Ungunsten ihrer Gäste. Da diese Form von Kreditkartenbetrug theoretisch überall außerhalb der Eurozone möglich ist, sollten aber nicht nur Chinareisende verstärkt auf diesen Trick achten.

Sicherheitsmaßnahmen gegen Kreditkartenbetrug
Damit bargeldloses Bezahlen gerade im Ausland nicht zur Gefahr wird, sollten Touristen und Geschäftsreisende einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen beherzigen:

  • Die Kreditkarte sollte sofort unterschrieben werden, damit nur der Inhaber sie verwenden kann.
  • Sowohl die PIN als auch die Karte sollten - besonders im Urlaub - immer gut verwahrt werden.
  • Die Kreditkarte gehört nicht in die Hände von Fremden - aber auch Tankwart und Kellner sollten sie nur in Sichtweite verwenden.
  • Geldautomaten in geschlossenen Räumen sind vor Kreditkartenbetrug durch Manipulation besser geschützt als solche an der Straße. 
  • Wer die Quittungen und Belege gut aufbewahrt, kann Unstimmigkeiten im Nachhinein zurückverfolgen.
  • Bei Diebstahl oder dem Verdacht auf Missbrauch lassen sich fast alle Karten über die internationale Nummer 0049-116116 sperren. Die Kartennummer sollte dazu vorher an einem sicheren Ort notiert worden sein.


Bildquelle: © Andresr | shutterstock.com

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