Energiewende: Versorgungssicherheit fraglich

FinanceScout24

31.12.2012

Energiewende: Versorgungssicherheit fraglich

Laut einem neuen Gutachten sind die Versorgungssicherheit und der langsam vorangehende Ausbau der Stromnetze große Probleme, mit denen die Energiewende in Deutschland zu kämpfen hat. Die Bundesregierung stellt hingegen die Erfolge bei dem Mammutprojekt in den Vordergrund und verweist auf wichtige Fortschritte wie die Energieeffizienz.

Der Ausbau der Stromnetze geht in Deutschland schleppend voran, die Versorgungssicherheit ist nicht gewährleistet. Einem Gutachten der Kommission zur Überwachung der Energiewende zufolge ist die Umsetzung des Projektes fragwürdig. Allein am erhöhten Anteil von Ökostrom könne der Erfolg nicht gemessen werden, so das Urteil. Bei den erneuerbaren Energien sei die Gesamtentwicklung insgesamt aber durchaus erfolgreich, stellen die Experten fest.

Steigende Preise und Verschwendung von Mitteln
Problematisch ist laut der Kommission neben der Versorgungssicherheit und dem langsamen Netzausbau ebenfalls, dass die Endverbraucherpreise für Strom überproportional ansteigen. Diese könnten zu einer "Verschärfung von Verteilungskonflikten" und "Ausweichreaktionen der Verbraucher" führen, wie es in dem von der "Welt" zitierten Dokument heißt. Ein weiteres Problemfeld sei der verschwenderische Umgang mit Mitteln seitens der Bundesregierung, der die Energiewende wenig effektiv mache.

Gegendarstellung: Der Monitoring-Bericht
Im Gegenzug hat die Bundesregierung selbst einen sogenannten Monitoring-Bericht erstellt. In diesem stellt sich die Sache erwartungsgemäß positiver dar: 160 Maßnahmen seien in der kurzen Zeit bereits auf den Weg gebracht worden, beispielsweise bei Planungs- und Genehmigungsverfahren zum Netzausbau. Die Energieeffizienz sei im Jahr 2011 deutlich gestiegen und der Stromverbrauch in Deutschland trotz Wirtschaftswachstum um 4,9 Prozent gesunken, heißt es.

Windsammelschiene eröffnet
In einer symbolischen Aktion hat Bundeskanzlerin Merkel kürzlich in Schwerin eine Stromtrasse nach Hamburg eröffnet. Die "Windsammelschiene" soll die Lücke im Stromnetz zwischen dem Großraum Hamburg und Nordostdeutschland schließen. Der Windstrom von Nord- und Ostsee werde somit besser verteilt, was der Versorgungssicherheit zugutekommen soll.

Bildquelle: © manfredxy | shutterstock.com

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